Umbenennung des Hindenburgplatzes gefordert
9. 2. 2009
Grüne Jugend Minden stellt Antrag, als Alternative „Franz-Boas Platz“ vorgeschlagen
Die grüne Jugend Minden fordert den Hindenburgplatz neben dem Weserstadion in Franz-Boas-Platz umzubenennen. Ein entsprechender Antrag wurde vorgelegt.
Hindenburg lebte von 1847-1934. Er war Oberbefehlshaber im ersten Weltkrieg der deutschen Truppen. Später war er Reichspräsident in der Weimarer Republik und ernannte Adolf Hitler zum Reichskanzler. Der Wurf- und Fußballplatz neben dem Weserstadion ist nach ihm benannt. Die grüne Jugend nennt in ihrem Antrag Argumente für eine Umbenennung. Ein Sportplatz stehe für Verständigung zwischen allen Religionen, Völkern und Schichten, so die grüne Jugend. In ihren Augen repräsentiert der Name Hindenburg die Aufgaben eines Sportplatzes nicht. Es solle nicht an einen Mann erinnert werden der im ersten Weltkrieg Kriegsverbrechen begangen hat und auch in der Weimarer Republik nicht für Demokratie eintrat, sondern weiterhin monarchistisch eingestellt war. Als neuer Name schlägt die grüne Jugend „Franz-Boas-Platz“ vor. Franz Boas war ein gebürtiger Mindener Anthropologe. „Franz Boas hat mit seinen Kulturforschungen maßgeblich zur Völkerverständigung beigetragen. Außerdem wurde er in Minden geboren, also gibt es, ganz im Gegenteil zu Hindenburg, eine klare Verbindung zur Stadt Minden.,“ so im Antrag wörtlich. Die grüne Jugend fordert, dass sich die Stadt Minden mit der Umbenennung für Völkerverständigung und gegen Militarismus und Monarchismus bekennt.
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MT-Bericht vom 3. Februar 2009
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